AKTUELLES/ARCHIV
Lake Placid und Calgary
David Möller am 21.11.2007 - 10:02 Uhr
Der erste Weltcup liegt hinter mir und plötzlich bin ich wieder drin – so als hätte ich den Sommer über nichts anderes gemacht. Zum Glück ist der Auftakt in Lake Placid auch gut gelaufen. Mit dem zweiten Platz hinter Armin bin ich sehr zufrieden.Der Druck als amtierender Weltmeister ist schon groß. Alle Augen sind auf mich gerichtet und jeder erwartet Höchstleistungen.
Das Eis von Lake Placid war knüppelhart, deshalb musste ich die Kufen ordentlich scharf schleifen. Das ist immer eine Gratwanderung. Aber ich habe es gut hinbekommen.
Inzwischen bin ich schon in Kanada, wo am Freitag der erste Suzuki-Challenge-Cup stattfindet und am Samstag ist dann wieder Weltcup.
Gestern waren wir das erste Mal an der Bahn von Calgary. Die sah echt dreckig aus. In den letzten Tagen war es ziemlich windig, überall ist trockene Erde und Staub rumgeflogen. Auch die Bobs haben die Bahn etwas in Mitleidenschaft gezogen. In den Kurven gibt es einige Schläge. Ansonsten ist das Eis wieder sehr hart. Deshalb kommt uns die Schlitteneinstellung von Lake Placid zugute. Scharf und sicher.
Zum Glück sind die Bedingungen hier ähnlich, denn wir haben nur sechs Trainingsläufe. In Lake Placid hatten wir eine ganze Woche Zeit, die Schlitten einzustellen. Gestern habe ich einige Rodler, die nicht zum Weltcupzirkus zählen, auf der Bahn gesehen. Die Schlitten scheinen, zu „stehen“. Das hier ist übrigens auch das Wichtigste. Sicher und sauber runterfahren. Fehler darf man sich hier nicht erlauben, weil sie relativ einfach ist. Zwei nahezu perfekte Läufe und es müsste klappen. Ich habe hier vor vier Jahren meinen ersten Weltcupsieg geholt und dann noch zwei weitere male gewonnen. Ich weiß also, wo ich lang muss.
Das Wetter soll ganz gut bleiben; Temperaturen um den Gefrierpunkt und kein Wind. – Der hat hier in der Vergangenheit schon so manches Ergebnis beeinflusst.
Also wünscht mir Glück und ich geb‘ wie immer alles.
Bis später
Euer David
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