AKTUELLES/ARCHIV
Gesund zur Reha
David Möller am 06.05.2008 - 23:02 Uhr
Ich versuche ja jedes Jahr, mir etwas Neues für meine Vorbereitung einfallen zu lassen. Dieses Mal bin ich zu einer dreiwöchigen Reha nach Bischofswiesen bei Berchtesgaden gefahren - obwohl ich gesund bin. Das klingt sicher ein wenig absurd, aber es hat natürlich Gründe.Ich habe Defizite in der kleinen stabilisierenden Muskulatur zwischen den Wirbelkörpern im Rücken. Die trainiert man mit Rotationsbewegungen und die kommen bei uns im Rodeln nicht vor. Also ist sie etwas unterentwickelt, während der Kapuzenmuskel und lange Rückenstrecker sehr kräftig sind. Stabilisation ist aber vor allem beim Start wichtig. Da geht viel über den Rücken. Und auch beim Krafttraining, wie beim Reißen oder Bankdrücken, muss der Rücken halten. Die Reha war also reine Prophylaxe. Besser Vorbeugen, als dann mit Beschwerden eine viel langwierigere und anstrengendere Reha durchstehen zu müssen. Mit meiner neuen Trainerin bei der Bundespolizei Astrid Müller habe ich einiges im Training geändert. Die Idee mit der Reha ist dabei auch entstanden.
Zwischenzeitlich war ich noch in Potsdam, wo ich für den 3. Platz in der Wertung zum Polizeisportler des Jahres 2007 geehrt wurde. Gewonnen hat Martina Glagow (Biathlon), vor Betty Heidler (Hammerwurf).
Letzte Woche war ich dann ganz normal zum Training in Oberhof. Die Übergangsphase von Wettkampf- in Trainingsphase war im März. Jetzt arbeite ich an meiner Grundlagen- und Kraftausdauer. Dafür gehe ich einerseits drei Tage hinter einander laufen, Rad fahren oder nehme Skiroller. Dazu kommen Kraftkreise, in denen ich weniger Gewichte und höhere Wiederholungszahlen habe als in der späteren Kraftphase. Damit trainiere ich meine Laktat-Verträglichkeit, um dann die harten Programme durchstehen zu können. Insgesamt mache ich verhältnismäßig viel Ausdauer für einen Rodler. Da ich aber im Winter viel auf den Beinen bin, weiter trainiere und viel am Schlitten baue, brauche ich diese Vorbereitung. Andere Rodler sind etwas fauler und gönnen sich mehr Ruhe zwischen den Wettkämpfen. Deshalb brauchen sie auch nicht so viel Ausdauer. Das ist eben ganz vom Typ abhängig.
Nun bin ich eine Woche in Bad Endorf. Nichts Besonderes. Einfach ein Tapetenwechsel zum Trainieren.
So nun seid ihr auf dem Laufenden. Bis bald.
Euer David
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| Weltcup-Wertung | ||
| 1. | Zöggeler, Armin (ITA) |
725 |
| 2. | Möller, David (GER) | 655 |
| 3. | Demtschenko, Albert (RUS) | 454 |
| 4. | Eichhorn, Jan (GER) |
443 |
| 5. | Pfister, Daniel (AUT) | 432 |
| Challenge Cup-Wertung | ||
| 1. | Zöggeler, Armin (ITA) | 340 |
| 2. | Möller, David (GER) | 330 |
| 3. | Eichhorn, Jan (GER) | 276 |
| 4. | Höhener, Stefan (SUI) | 216 |
| 5. | Pfister, Daniel (AUT) | 210 |










