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Time to say goodbye – Ich beende meine Karriere als Rennrodler

Hallo liebe Fans, liebe Freunde,

nach den Olympischen Spielen in Sotschi habe ich mir ein wenig Zeit genommen, um gemeinsam mit meiner Familie zu beratschlagen, wie es mit meiner leistungssportlichen Karriere weitergehen soll.
Nach reiflicher Überlegung haben wir den Entschluss gefasst, dass ich meinen Rennschlitten in die Ecke stelle. Ich werde meine Karriere als aktiver Rennrodler beenden.

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Neben der Tatsache, dass mir das aktuelle leistungssportliche Umfeld nicht geeignet erscheint, um auch künftig erfolgreich zu sein und eine spitzensportliche Perspektive zu haben, möchte ich vor allem mehr Zeit mit meiner kleinen Familie verbringen und ihr mehr Aufmerksamkeit bieten können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist mein Wunsch auf einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben, den ich nun vollziehen will. Dies sind die drei Gründe, die zu meiner Entscheidung geführt haben.

22 Jahre Rodelsport waren eine wunderbare und ereignisreiche Zeit mit vielen schönen und emotionalen Momenten. Auch ihr habt mir viele Gänsehautmomente an der Strecke beschert. Das wird mir fehlen. Herzlichen Dank dafür.

Spitzensport ist bekanntermaßen nur möglich, wenn man viel Zeit, Kraft und Energie investiert, die man an anderer Stelle nicht mehr zur Verfügung hat. So schön die Zeit war, sie war eben auch mit Entbehrungen im privaten Bereich verbunden. Ich bin froh, dass mir meine Freundin Caro immer so den Rücken frei gehalten und zu mir gestanden hat. Vielen Dank natürlich auch an meine Familie, Freunde und Wegbegleiter.

Unvergessen bleiben für mich meine Weltmeistertitel von 2004 und 2007, die Olympische Silbermedaille in Vancouver 2010 und meine 10 Weltcupsiege. Aber es gab natürlich auch Niederlagen und Rückschläge, wie jüngst bei den Olympischen Spielen in Sochi. Das gehört nun mal zum Sport dazu.

Ich bin sehr dankbar für die einzigartigen Erfahrungen, die ich in meiner Zeit als Spitzensportler machen durfte, denn sie haben mich und meine Persönlichkeit entscheidend geprägt.

Für die tatkräftige Unterstützung während meiner Karriere und das in mich gesetzte Vertrauen während meiner Zeit als aktiver Athlet möchte ich mich auf diesem Weg bei meinen Sponsoren der Adidas AG, der Bauerfeind AG, der BSC GmbH, der MR Immobilen Service GmbH, der Sparkasse Sonneberg, der Teuto Bauelemente GmbH und der TIRA GmbH herzlich bedanken. Des Weiteren danke ich meinen Ausrüstern Hubert Diez Industrievertretungen, dem Institut FES und dem Unternehmen UVEX.

Meinen Partnern und Unterstützern, zu denen ich das Respofit Gesundheitszentrum in Geislingen, die Trainingstherapie am Station Erfurt, die Praxis Beyer in Ichtershausen, die Yogaschule Livetrue, den Persönlichkeitstrainer Holger Fischer, die Metallschleiferei Rommel, die Lackiererei Wahl, die Mitarbeiter der TIRA GmbH und des Innovationszentrum der Bauerfeind AG und natürlich meine Vermarktungsagentur, die YES Sportmarketing GmbH, zähle, gebührt ebenfalls mein herzlicher Dank.

Die Leistungssporteinrichtungen und –institutionen der Städte Schalkau, Sonneberg, Erfurt, Bad Endorf und Oberhof, des Landes Thüringen und des Bundes möchte ich ebenso in meinen Dank einschließen wie die Bundespolizeisportschule Bad Endorf, die Sportfördergruppe Oberhof, die Olympiastützpunkte Oberhof und Erfurt, das Sportgymnasium Oberhof und nicht zu vergessen meinen Verein den RRV Sonneberg/Schalkau. Dank der Unterstützung der Thüringer Sporthilfe, der Deutschen Sporthilfe und der Fachhochschule Erding ließ sich auch Fernstudium und Sport erfolgreich miteinander verbinden.

Hinsichtlich der leistungssportlichen Entwicklung möchte ich allen Trainern, die mich betreut haben, insbesondere meinem ersten Trainer Bernd Jahn, Wolfgang Staudinger, mit dem ich zweimal Weltmeister wurde und André Florschütz, mit dem ich zuletzt zwei Weltcupsiege erringen konnte, genauso danken, wie allen Betreuern, Physiotherapeuten, Ärzten, Sportwissenschaftlern und Schlittentechnikern, besonders unserem Mannschaftsmechaniker Wolfgang Scholz. Ein besonderer Dank gebührt natürlich meiner Freundin Caro und meiner kleinen Tochter Rosalie sowie meiner gesamten Familie sowie meinen Freunden und meinem Fanclub und nicht zuletzt möchte ich euch sehr, sehr herzlich Dank für diese einmalige Zeit sagen.

Ich freue mich auf den neuen Lebensabschnitt und die damit verbundenen Herausforderungen. Ich würde mich freuen, wenn wir uns auch über den Leistungssport hinaus verbunden bleiben.

Euer David

Nach Altenberg noch der letzte Schliff

Viele Grüße aus Altenberg. Nach einem kleinen Abstecher in die Heimat sind wir mittlerweile wieder hier. Wir arbeiten bis Mittwoch gemeinsam an unserer Athletik und gehen natürlich auch auf den Schlitten. Danach bin ich bis Sotschi noch ein paar Tage zu Hause in Erfurt, wo ich ebenfalls viel Athletik machen werde, aber auch versuche, vor den Spielen noch einmal zur Ruhe zu kommen.

Mit dem vierten Platz in Altenberg kann ich gut leben. Podium wäre natürlich besser gewesen, aber mehr war nicht drin. Meine Schiene ist auf der reifigen Bahn nicht so gelaufen, wie ich es mir erhofft hatte. Mit den Startzeiten und der Fahrlage war ich indes sehr zufrieden. Die Formkurve stimmt. Wenn dann noch das letzte Detail am Material passt, bin ich für Sotschi bereit. Der letzte Schliff fehlt also noch ;-)

Letzter Weltcup vor Olympia?

Morgen entscheidet sich in Altenberg, ob ich noch in Sigulda starten muss oder nicht. Schaffe ich es unter die besten Sechs, reichen meine Weltcuppunkte sicher, um in die beste Startgruppe in Sotchi zu kommen. Falls nicht, muss ich noch einmal hin. Eigentlich war der Start nicht geplant.

altenberg2014Allerdings bin ich guter Dinge. Im Training war ich Schnellster. Aber ich weiß natürlich, dass die anderen noch etwas im Köcher haben. Es wird also spannend.

Das Foto ist beim Training entstanden.

Schlitten zu aggressiv eingestellt

So viel vorab: Natürlich wollte ich gestern in Oberhof ein besseres Ergebnis erzielen. Und ich war danach auch ziemlich angefressen. Nach dem ersten Lauf war ich Vierter. Das ging und war noch eine gute Ausgangslage für den zweiten, um angreifen zu können. Ich habe dann natürlich auch voll riskiert, habe meinen Schlitten aggressiver eingestellt und auf Geschwindigkeit statt Sicherheit gesetzt. Leider habe ich den Lauf nicht sauber runter gebracht und zwei Banden mitgenommen. Da war’s dann aus und ich habe sogar noch einen Platz eingebüßt. Aber ich habe alles probiert, um euch und mir einen guten Wettkampf zu bescheren. No risk, no fun. Die Stimmung war dennoch sensationell. Danke dafür.

sektHeute Früh war ich übrigens in München und habe mir mein Geburtstagsgeschenk von Adidas und anderen Ausrüstern abgeholt. Olympiaeinkleidung :-) Dann bin ich wieder zurück gedüst und war 13 Uhr wieder in Erfurt. Ich wollte ja schließlich noch was von meinem Geburtstag und meiner Familie haben. Jetzt sitze ich auf der Couch und trinke noch ein Glas Sekt. Prost

Zuversichtlich für Oberhof

Nach dem zweiten Platz im gestrigen Sprint bin ich sehr zuversichtlich für den Weltcup morgen in Oberhof. Mein Material läuft sehr gut und wenn ich am Start noch eine Schippe drauf legen kann, dann sollte es für eine gute Platzierung reichen. Der Start beim Sprint war schon ganz okay, aber da geht es vor allem um die Reaktionszeit und nicht den klassischen Start. Es wird sich also ohne Vorbereitung einfach abgezogen und gepaddelt.

Schulklasse_Oberhof_2014Heute habe ich noch eine Schulklasse aus der Rhön an die Bahn begleitet und den Schülern unsere Sportart näher gebracht. Organisiert wurde das ganze vom Teuto-Fanclub und ausgewählt wurde die Klasse durch meinen Sponsor, die BSC GmbH.

Ich hoffe, euch morgen zahlreich an der Strecke begrüßen zu können. Ich jedenfalls freue mich schon auf den Heimweltcup. Hoffentlich spielt das Wetter mit.

Bis morgen
Euer David

David Möller | rennrodeln.com